200614 Sacrower See

Wie alles begann – ein persönlicher Jahresrückblick

Nun geht das Jahr nun doch zum Ende
Für mich, da gabs ne große Wende

Im Mai noch einsam, und verzagt
Voll Trauer und ganz ungefragt

Saß ich hier ganz alleine rum
Und machte mich mit Netflix dumm

Doch irgendwann, fiel mir dann ein,
Ich schaute mal bei Facebook rein

Die Geschichten, die da stehn
Ließ Sehnsucht durch mein Herzchen gehn

Ich dachte an die Kindheit, dann
Und wie das Glück wohl einziehn kann

Ich Küstenkind, erinnert mich
Was war denn früher schön für mich

Ich liebte See und Wald, so doll
Da war mein Herzchen immer voll

Ein Mann dann in mein Leben trat,
Da kam mein Leben voll in Fahrt

Er zeigte mir ne neue Welt
Und war sodann mein Wanderheld

Ich likete dann, so hier und da
Das Leben wurde wieder klar

Ein Wanderdate ich dann gemacht,
Sag die Natur in aller Pracht

Entdeckte nun, die Wanderei
Dann wars mir nicht mehr einerlei

Gekrönt mit Jakobsweg, ein Stück
Das wurde nun zum neuen Glück

Freude zog ins Leben rein
Das erste Post war schon noch klein

Und immer war ein Fehler drin
Das fand ich aber gar nicht schlimm

Freunde fand ich, bei den Touren
Ich mache jetzt ganz neue Spuren

Der Sommer war jetzt bald zu Ende
Da kam schon wieder eine Wende

Corona dann, oh Schreck, oh Graus
Zog in mein Heim, jetzt ist es aus

Viel dachte an den Sommer, nun
Ich hatte jetzt nichts mehr zu tun

Las die Geschichten andrer Leut
Und hab mich dabei sehr gefreut

Ich sprach zu mir, in aller Stille
Nahm jede noch so bittre Pille

Corona zog für mich, vorbei
Und ich war wieder gänzlich frei

Genieße jetzt mein Leben sehr
Und nehm es auch nicht mehr so schwer

So brachte dieses fucking-Jahr
Erkenntnis mir, wie wunderbar

Als Wander-Woman neu gebor’n
Schau ich im Leben nur nach vorn.

ch


Wanderung zur Kirche Sacrow
Wanderung zur Kirche Sacrow

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6 Gedanken zu „Wie alles begann – ein persönlicher Jahresrückblick“

  1. Von Werneuchen nach Bernau, Lost Place und Jakobsweg

    Hallo liebe Clara,
    wieder ein toller Bericht von dir. Ja da hattet Ihr wohl Glück, das der Angestellte euch da aufgeschlossen hat. Aber Wandern ist ja schließlich auch ein Abenteuer, besonders wenn es in unbekannte Reviere geht. Man kann da nie genau sagen was auf einen zu kommt und was man erlebt. Aber genau dass ist ja der Reiz an dem Unbekannten gepaart mit der Abenteuerlust. Wenn dann noch so tolle Eindrücke wie die Lost Places dazu kommen ist das Erlebnis eigentlich perfect und es wird euch auf ewig in der Erinnerung bleiben. Was kann es schöneres geben. Auch die Kälte ist im Nachhinein schnell wieder vergessen, nur das Positive bleibt im Gedächtnis. Mach weiter so, ich folge dir gerne auf deinen Streifzügen.
    Liebe Grüße
    Egon

    1. Guten Morgen Egon,
      nachdem ich gestern den ganzen Tag an dem Beitrag getüftelt hatte, bin ich dann abends auf dem Sofa eingeschlafen…hahaha. Man ist halt keine 20 mehr… Wieder ein toller Kommentar von dir.
      Manchmal ist es ja sogar so, das die Erlebnisse während des Erlebens noch negativ sind, in der Erinnerung dann aber positiv, weil sie besonders lustig oder aufregend waren. Weitere Streifzüge folgen jetzt nach und nach.
      Liebe Grüße Clara

  2. Havelrunde und Ponny

    Toller Bericht wieder von dir. Ja wir vergessen in der heutigen schnellen Zeit oft, wie gut es uns eigentlich geht und dass es auch viele Leute gibt, denen es nicht so gut geht und die jeden Tag ums einfache Überleben kämpfen müssen.
    Geht mir übrigends auch so wie dir, wenn ich gelaufen bin, fühle ich mich danach immer erst richtig wohl und befreit.
    Wenn auch manchmal der innere Schweinehund sagt, „ach bleibt doch zu Hause bei dem Mistwetter“, wenn du dich dann doch durchgerungen hast zu laufen, bist du danach wieder richtig befreit und sehr froh doch unterwegs gewesen zu sein.
    LG
    Egon

    1. Guten Morgen Egon,
      sorry, das ich so spät erst antworte, aber gestern bin ich nach meiner Wanderung doch glatt auf dem Sofa weggepennt. Ich war in einer Moorlandschaft unterwegs, noch ohne Mücken, rechts Wasser links Wasser, still und idyllisch. Und außer mir und meinen Wanderfreunden haben wir kaum Menschen gesehen, obwohl das Wetter prima war.
      Vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar. Ich bin immer froh zu hören, wenn es anderen ähnlich geht und sie die Kraft, die das Wandern uns gibt ebenso empfinden.
      Liebe Grüße
      Clara

  3. Clara Himmel – um es kurz zu sagen:
    Dein Gedichtlein war sehr schön
    und trug mich einen Moment fort
    ins Gestern – meine alte 2. HEIMAT ( Werder) – und zurück in Kindertage.
    Und wenn, wie gerade, mir was ganz Seltenes passiert, und etwas Feuchtes kullert herab,
    dann hat mich der „Himmel“ im Herzen berührt, und dann war es wirklich sehr gut- was ich las.

    1. Vielen Dank für deine schönen Worte. ich weiss gar nicht was ich sagen soll…
      ich bin hier ja erst seit ein paar Tagen aktiv, aber dieser Kommentar hat mir echt Mut gemacht, diesen Weg weiter zu gehen.

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