Klein Köris und der Tonsee

Von einem kleinen Dorf mit großer Geschichte, Relikten des Tonabbau, Taucherlebnissen, germanischem Dorfleben und einer ungewöhnlichen Paarung.

Ich startete mit Wanderfreund Gerhard zu einer kleinen, 7,38 km  Wanderung am glasklaren Tonsee entlang zu einer Straußenfarm und einem germanischen Dorf.

Das kleine Dorf mit viel Geschichte

Klein Köris liegt  ca. 15 km südlich von Königs Wusterhausen, ein verschlafenes kleines Dörfchen in schöner Natur mit viel Wasser drumherum. Das um den See entstandene bergige Gelände entstand nach der Gewinnung des Tons.

Wir wanderten durch Kiefernwälder ein ganzes Stück am Tonsee entlang auf nadelbedeckten geschwungenen Waldwegen und immer wieder mit einem wundervollen Blick auf den See genießend.

Blick vom Wanderweg auf den Tonsee

Folgen des Tonabbaus

Der Tonsee ist ein Gewässer im brandenburgischen Landkreis Dahme-Spreewald. Er hat eine Länge von 450 Metern uns ist bis zu 19 Meter tief. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurde hier Ton abgebaut. Die Grube füllte sich anschließend mit Grundwasser und ist heute ein glasklarer See der viele Tagesbesucher und Feriengäste anlockt. Fundstücke sind zusammen mit einer Schautafel oberhalb der Badestelle ausgestellt.

Geschichte zum Anfassen, Relikte des Tonabbaus

Taucherlebnisse deluxe

Am See liegen zwei idyllische Campingplätze, die zum Verweilen einladen. Am Grund des Sees befinden sich bis heute Relikte von Loren, Gleisen und Türmen, was diesen Ort auch für Taucher zu einem Erlebnis macht.

Vorbei an grünen Kuhwiesen mit zufrieden kauenden Kühen kamen wir jetzt an weite Kornfelder mit einem unglaublichen Wolkenspiel und weitem Blick. Es war heiß, an die 30 Grad und die pralle Sonne schien uns erbarmungslos ins Gesicht.

Kornfeld bei Klein Köris

Das Leben in der Zeit der Germanen

Wir entdeckten, dass das lange durch Corona geschlossene Areal des germanischen Dorfes wieder geöffnet war und nutzten nun die Chance auch augenblicklich uns alles in Ruhe anzuschauen.

Eingebettet in Wiesen, Wälder und Seen, lag einst eine bedeutende Siedlung, die fast vollständig ausgegraben wurde. Genau an dieser Stelle wird heute im „Germanendorf“ vergangenes Leben anschaulich und erlebbar. Dieses archäologische Freilichtmuseum zeigt Häuser, Brunnen und Öfen an originalen Standorten aus der Zeit vom 2. bis 5. Jh. n. Chr..

Eine germanische Behausung

Die Menschen lebten in ebenerdigen Wohnstallhäusern mit Lehmboden und Herd im Wohnteil. Es wurde gesponnen, gewebt und geschnitzt. Lebensgrundlage waren Ackerbau und Viehhaltung, etwas Jagd, das Sammeln von Wildfrüchten und -kräutern sowie der Fischfang. Ausgegrabene Scherben von Tongefäßen und Gebrauchsgegenstände aus Knochen, Holz und Metall bezeugen handwerkliches Können. Ortsfremden Gegenstände wie Schmuck und römisches Glas deuten darauf hin, dass ein reger Tauschhandel stattgefunden hat.

Paarungsverhalten der Strauße

Anschließend erreichten wir die Straußenfarm. Das sind schon eigenartige Tiere. Sie schauten uns mit ihren riesigen Augen neugierig an und beobachteten unser Tun. Ganz plötzlich, wir waren schon am weggehen, waren wir Zuschauer eines Paarungsaktes dieser Tiere. Majestätisch schwang der Hahn seine weiten Schwingen während des Aktes. Wie gut das ich das Handy noch in der Hand hatte, denn so konnte ich diesen Augenblick einfangen.

Paarungsvideo auf der Straußenfarm!

Und nun der Track …

https://www.komoot.de/tour/410060583?ref=aso

Und die Fotos …

Klein Köris am Tonsee
Blick vom Wanderweg auf den Tonsee
Klein Köris am Tonsee
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