Schloss Tour von Großbeeren nach Blankenfelde

19,8 km Wanderung von Großbeeren nach Blankenfelde mit hübschen Schlösschen, interessanten Park-Arrangements und einer Baustellenpause.

Die kleene Wandergruppe war am 6. März 2021 unterwegs, Ines Schubert, Uwe Schönemann und ich. Wir starteten am Bahnhof Großbeeren und wanderten östlich durch das beschauliche Städtchen.

Danach ging es nördlich auf der Genshagener Straße in Richtung Genshagen. Waldwege waren es jetzt hauptsächlich, teilweise matschig, denn die Wanderung war Anfang März und alles sah noch etwas grau aus. Nur ganz zaghaft zeigte sich hin und wieder ein wenig grün. Über den Fontaneweg F5 kamen wir nach Genshagen.

Schloss Genshagen

Schloß Genshagen

Am 1. Mai 1879 erfolgte die Grundsteinlegung dieses ehemaligen Gutshauses der Familie von Eberstein zu Heinersdorf, die auch sofort die Planung des Parks mit einschlossen. 1910 wurde ein 2. Stockwerk aufgesetzt. 1945 besetzte das sowjetisches Militär das Schloss und war dann in den Folgejahren bis 1991 als Forschungs- und Bildungsstätte für landwirtschaftliche Fach- und Führungskräfte genutzt. 1999 geht das Schloss und der Park in den Besitz des Berlin-Brandenburgischen Instituts für deutsch-französische Zusammenarbeit über und wurde von 2000 – 2005 mit öffentlichen Mitteln und viel privatem Arrangement saniert.

Kunst im Schlosspark

Das Schloss selbst ist nicht zu besichtigen aber der Park ist frei zugänglich und ein Blick in diesen lohnt sich wirklich. Dort sind unter anderem ungewöhnliche Sitzmöglichkeiten zu bewundern, die von Künstlern der Region hergestellt wurden und zum Niederlassen einluden. Herrlich bunt peppen sie den tollen Schlosspark ordentlich auf.

Anschließend ging es in einem großen Bogen Richtung Diedersdorf. Auf dem Weg dorthin kamen wir an einer Baustelle vorbei. An dem Bauwagen standen ein Tisch und 3 Stühle, wie für uns gemacht, herum. Dort machten wir eine ausgedehnte Pause, bei etwas Nieselregen.

Schloss Diedersdorf

Schloß Diedersdorf, hier finden Hochzeiten statt

Auf Schloss Diedersdorf war noch nicht viel los, der Biergarten noch nicht in Betrieb genommen und die Gewerke wegen Corona noch geschlossen.

Diedersdorf wurde bereits 1375 erstmals urkundlich erwähnt. Zu dieser Zeit gab es auch schon ein Rittergut in der Nähe. Das Gutshaus wurden dann auf den uralten Fundamenten in der Zeit von 1798 bis 1800 errichtet. Ab 1893 fungierte es als Stiftung für Offizierstöchter, die älter als 40 Jahre waren.

Da das Gebäude im zweiten Weltkrieg keine Schäden aufzuweisen hatte, wurde es ein volkseigenes Gut und Landarbeiterfamilien zogen nun ein. Nach der Wende ging das Gelände in Privatbesitz über und wurde in den Folgejahren umfangreich saniert. Besonders sehenswert fand ich den Taubenturm auf dem Kopfsteinpflasterplatz. Er stammt aus dem 19. Jahrhundert, ein Feldsteinkubus mit oktogonalem Fachwerkaufsatz.

Außer am Schloss Diedersdorf waren auf dem gesamten Weg kaum Menschen unterwegs, was aber auch nicht verwunderte, da es regnerisch und kühl war und die Coronazahlen gerade sehr hoch.

Während der Wanderung hatte wir viel Zeit zum Quatschen und Uwes lustige Geschichten brachten uns auch immer wieder zum Lachen. Vielen Dank für die tolle Route. ❤

Jetzt noch der Track für die Verfolger, diesmal ein Mapy-Track, da habe ich Komoot noch nicht genutzt.

https://mapy.cz/s/desokobake

Und die Fotos 🥰

Kleine Schlössertour im Süden
Alter Baum auf dem Weg nach Blankenfelde
Kleine Schlössertour im Süden
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