Die Stahnsdorfer Friedhofskirche und die Wege nach Saarmund

16,8 km Wanderung mit einer außergewöhnlichen Kirche, skurrilen Pilzen, einem Fehltritt, einer Berg- und Talbahn und einem Shelter im Wald.

Die heutige Geschichte beginnt in der Stahnsdorfer Bahnhofstraße. Die erste Wanderung mit meiner neuen Wanderfreundin, Miriam.

Dark Side of Stahnsdorf

Zu Beginn unserer Wanderung waren wir auf dem Friedhof Stahnsdorf, der oft der Set für der Netflix Serie Dark war. Die beeindruckende norwegische Stabholzkirche war unser Ziel, denn die hatte ich noch nicht von innen gesehen können, weil sie wegen Corona immer geschlossen war. Ich war selbst sehr gespannt und freute mich darauf Miriam zu überraschen.

Vor diesem imposanten Gebäude angekommen, mussten wir eine Weile warten, denn es fand gerade eine Beerdigung statt. Wir umrundeten die Kirche und betrachteten sie von allen Seiten.

Dann läutete die Kirchglocke, die uns das Ende der Beerdigung anzeigte.  Wir erkundeten das Innere der Stabholzkirche und waren völlig überwältigt.  Die Holzarbeiten, die überall zu sehen waren, und der Altar, einfach wunderbar. Wir konnten uns gar nicht satt sehen und das war erst die erste Station unseres kleinen Abenteuers.

Der Friedhof und der Shelter
16,8 km Wanderung mit einer außergewöhnlichen Kirche, skurrilen Pilzen, einem Fehltritt, einer Berg- und Talbahn und einem Shelter im Wald.
Die norwegische Stabholzkirche auf dem Stahnsdorfer Friedhof
Der Friedhof und der Shelter
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Pilze, Pilze, Pilze

Wir folgten jetzt den Wegen über den Friedhof, um am anderen Ende hinauszugelangen und unsere Wanderung fortzusetzen. Auf dem Weg dorthin besuchten wir noch die integrierten Kriegsgräberanlagen der Italiener und der Briten.

Es gab jede Menge Pilze, den fand ich schick

Auf dem Stolper Weg verließen wir Stahnsdorf und begaben uns in die Perforceheide. Hier suchten wir den im Wald verborgenen Shelter, an dem vor kurzem eine Frauenleiche gefunden worden war.

Fehltritt

Wenn wir nicht eine Anwohnerin gefragt hätten, wären wir glatt daran vorbei gelaufen, denn er lag hinter Erdaufschüttungen verborgen mitten im Wald. Dem Trampelpfad folgend überquerten wir diesen Berg- und Talbahnweg und standen dann plötzlich vor einer riesigen Steinwand. Jetzt ging es hinunter, ich rutsche auf dem leicht matschigen Boden aus, und sah gleich mal wieder wie ein Ferkel aus.

Shelter in the Forest

Und da war er dann, der Shelter, Street-Art an den Innenwänden. Es ist immer wieder ein überwältigendes Gefühl die Relikte vergangener Zeiten zu entdecken.

Wir verließen das Areal auf einem Trampelpfad und wandelten durch Wälder und Felder. Oft entdeckten wir Pilze verschiedenster Art und ich bekam eine kleine Lehrstunde auf diesem Gebiet.

Auf einem Feld, das wir überquerten, standen wirklich riesige Pilze, teilweise offen und mit einer wabbeligen Flüssigkeit im Innern. Wenn man sie anstupste verteilte sich eine kleine braune Wolke um den Pilz herum. In der Recherche fanden wir heraus, dass es sich um einen Becherling handelt, der bei Reife aufplatzt. Der Wind trägt dann seine Sporen in die Landschaft und verbreitet sich so weiter.

Der Riesenpilz auf dem Feld

Vielen Dank, liebe Miriam, das war eine tolle Wanderung mit dir und wird auch sicher nicht die letzte sein. Der Gesprächsstoff ging uns nie aus und somit kam uns der Weg auch gar nicht lang vor. Vielen Dank für deine anregende Gesellschaft.

Für die Verfolger unter euch, hier der Track, und viel Spaß beim Nachwandern. Der Anteil der Wanderung außerhalb der Wege ist nur gering und kann auch auf offiziellen Wegen umgangen werden.

www.Komoot.de/tour/508765666

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