Alle Beiträge von Clara Himmel

Rangsdorf, der alte Flughafen und der einsame See

Von Feldsteinbauten, von einer moosbedeckten Lagerhalle, von  einem smaragd-grünen See und einer Begegnung mit Maleficent auf unbekannten Fährten.

Am 2. Tag unserer Tour starteten wir am alten Flughafen Rangsdorf, der eingebettet zwischen Einfamilienhäusern liegt. Die Gebäude  sind zum Großteil zerstört und mit wunderschöner Street-Art bemalt. Wir fanden in sich zusammengefallene Autos und Bahncontainer, liefen zwischen Lagerhallen und Unterkünften umher und machten viele Fotos, die am Ende des Beitrags zu finden sind.

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Auf dem Jakobsweg von Rudow nach Mahlow

11 km mit Kirchen und Pfaffenhütchen, einer Begegnung  mit Homer Simpson, einem Roten Dudel, Nasch- und Jakobswegen und einem Himmel auf Erden.

Ines und ich haben wieder mal eine 2-Tages-Tour geplant und da der Bahnstreik die S-Bahn lahm gelegt hatte, fuhren wir am ersten Tag bis zur U-Bahn Endstation Rudow  und wanderten bis Mahlow, teilweise auf dem Jakobsweg Brandenburg, Südroute.

Zuerst kamen wir durch das Rudower Fließ, idyllische Landschaften mit schnurgeraden Wegen und vielen Pferdekoppeln begegneten uns. Es war bedeckt aber trocken, die Wege gut zu laufen, meist Wirtschaftswege, mal Asphalt mal Wald- oder Feldweg.

Brückenkopf-Shooting

Plötzlich entdeckten wir einen gesprengten Brückenkopf, der knall-bunt bemalt in der Landschaft stand. Viele der Schriftzüge waren außergewöhnlich gut gestaltet und auf der Rückseite entdeckten wir sogar einen Homer Simpson, mit dem wir dann gleich mal  Fotos shooteten.

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Spandauer Havelrunde mit Mega Sunset

6 km Feierabendwanderung mit der Alten Pulverfabrik und einem  Mega Sunset

Eigentlich wollte ich meinen Jakobsweg ab Bahnhof Südende weitergehen, doch der Streik der Bahn hat mir einen Strich durch die Rechnung gemacht.

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Grünau, von Dahme bis Müggelspree

13 km Wanderung mit meiner liebsten Wanderfreundin Ines mit viel blauem Wasser, einem schicken Schlösschen, coolen Gartenzäunen, plötzlichen Hitzewallungen, einem alten Tunnel, einem zerstörerischen Orkan, und merkwürdigen Restaurants.

Unterwegs auf dem Dahmeweg / Paul-Gerhard-Weg / Müggel-Spree-Weg / Europäischer Fernwanderweg E11, Berlin.

Ines und ich starteten gegen 11.00 Uhr am Bahnhof Grünau zu einer Wanderung entlang der Dahme. Zuerst besichtigten wir das alte Ballhaus in der Regattastraße, das aber zur Zeit eine Baustelle ist.

Ballhaus in neuem Glanz

Hier wird jetzt ein Areal mit neuen und alten Gebäuden errichtet, das für Senioren gedacht ist. Das Projekt nennt sich Riviera und ist mit allem drum und dran ausgestattet. Das Ballhaus wird das Herzstück des gesamten Areals sein und hoffentlich in neuem Glanz entstehen.

Blick auf die Dahme, Regattastraße Grünau

Anschließend wanderten wir mit kleinen Abstechern den Paul-Gerhard-Weg/Dahmeweg entlang der Dahme. Auf direktem Weg hätten wir die Dahme und ihre Uferlandschaften nicht erblicken können, so machten wir immer wieder kleine Abstecher zum Fluss und entdeckten dort ein paar nette kleine Parks, die zur Besinnlichkeit einluden.

Die Sonnenblumenhecke

Als wir durch die Grünauer Straße wanderten kamen wir an wunderschönen Gärten vorbei. Ein Gartenzaun war gespickt mit Sonnenblumen und hat uns besonders gefallen. Da haben wir dann gleich mal ein paar Fotos gemacht. 😊

Wunderschöne Gärten mit fantasievollen Hecken an der Grünauer Straße

Zuerst überquerten wir den Teltowkanal und nach einer Weile die Lange Brücke, denn wir wollten uns das Schloss Köpenick ansehen.

Schickes Schloss

Dort fanden gerade ein paar Hochzeiten statt. Wir sahen uns das Treiben eine Weile an, machten ein paar Fotos und gingen dann den Park hinunter bis zum Wasser.

In diesem Moment öffnete sich der bedeckte graue Himmel und die Sonne schien uns warm ins Gesicht. Bis jetzt war es ziemlich frisch gewesen, doch jetzt drang uns der Schweiß aus allen Poren. Aber auf so etwas sind Wanderinnen natürlich vorbereitet. Überflüssige Klamotten im Zwiebellook angezogen wurden jetzt entfernt, denn wir machten eine große Pause und ließen uns die Sonne ins Gesicht scheinen. 😍

Blick von der Langen Brücke auf das Schloss Köpenick

Das Schloss Köpenick liegt wunderschön an der Dahme gelegen. Die Gebäude sind gut in einem prima Zustand und werden genutzt. Es ist eines der bedeutendsten Hohenzollern Schlösser und thront majestätisch und weiß leuchtend auf einer Anhöhe. Ein wunderschöner Ort!!!

Unser weiterer Weg führte uns östlich durch Köpenick Richtung Müggelspree. Immer schön am Wasser entlang. Wir genossen die Wanderung bei interessanten Gesprächen und durchquerten den Spreetunnel, um auf die andere Seite zu gelangen.

Der Spreetunnel wurde 1927 in Betrieb genommen worden. Es ist ein Fußgängertunnel am Müggelsee und verbindet die Kämmereiheide bei Köpenick mit dem Müggelpark in Friedrichshagen.

Spreetunnel Friedrichshagen

Vor der Erbauung verkehrte dort eine dampfgetriebene Kettenfähre, denn schon damals war dieser Ort ein beliebtes Ausflugsziel der Berliner, die an den Wochenenden in Scharen  einfielen. In den Spitzen wollten  bis zu 40.000 Besucher diesen bezaubernden Ort erkunden.

Inzwischen hatte es sich wieder zugezogen, wurde etwas kälter und eine kühle Briese zog auf. Wir befanden uns jetzt in Friedrichshagen und bekamen einen ordentlichen Appetit, auf Schnitzel.

Das merkwürdige Restaurant

Direkt am Wasser gelegen entdeckten wir ein schönes Restaurant mit gepfefferten Preisen, das Restaurant Ehrlich. Es war ein sehr schöner Ort und wir hätten die Preise in Kauf genommen. Wir warteten eine Weile, doch als niemand sich um uns kümmerte verließen wir dieses Etablissement wieder. Merkwürdiges Restaurant. 😯

Blick auf die Müggelspree, Friedrichshagen

Der merkwürdige Kellner

Als nächstes versuchten wir es im Restaurant Bräustübl. Der Kellner pfefferte uns die Karte auf den Tisch und verschwand ohne ein Wort. Wir schauten uns nur an, wo waren wir denn hier hingeraten?

Da wir großen Hunger hatten blieben wir aber trotzdem dort und konnten dann auch zeitnah eine Bestellung abgeben. Das Essen kam zügig, es war nun nicht das beste was ich in dieser Richtung je gegessen habe, aber es war preisgünstig und okay.

Der Kellner quetschte sich zum Schluss noch ein auf Wiedersehen durch die Lippen, aber empfehlenswert war dieses Restaurant nun auch nicht.

Orkan Quimburga

Die Christophoruskirche wurde 1901-1903 erbaut. Bis nach dem 2. Weltkrieg blieb die Kirche unbeschädigt. Der Orkan Quimburga zerstörte 1972  den Turm und die herabfallenden Giebel töteten eine Frau und rissen 25 qm große Löcher in Dach und Gewölbe. 1977 waren die Umbaumaßnahmen abgeschlossen.

Die Christophoruskirche in der Bölschestraße in Friedrichshagen

Auf dem Restweg zum Bahnhof entdeckten wir dann noch die  Christophoruskirche und ein Denkmal vom alten Fritz.

Eine entspannte Wanderung mit Wanderfreundin Ines Schubert. Es gab wie immer viel zu quasseln und zu lachen.

Jetzt hab ich noch den Verfolgungstrack für euch:

https://www.komoot.de/tour/469709793?ref=aso

Und viele schöne Fotos 🥰

Grünau, Dahme und Müggelspree
Ines und ich starteten gegen 11 am Bahnhof Grünau zu einer Wanderung entlang der Dahme. Zuerst besichtigten wir das alte Ballhaus in der Regattastraße, das aber zur Zeit eine Baustelle ist. Hier wird ein Areal mit neuen und alten Gebäuden errichtet, das für Senioren gedacht ist. Das Projekt nennt sich Riviera und ist mit allem drum und dran ausgestattet. Das Ballhaus wird das Herzstück des gesamten Areals sein und hoffentlich in neuem Glanz entstehen...Der vollständige Wanderbericht im Blog.
Blick auf die Dahme nähe Regattastraße, Grünau
Grünau,Dahme und Müggelspree
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Jakobswege in Berlin und das Schöneberger Südgelände

Optische Genüsse auf Kirchen, auf achteckigen kleine und große Gebäude, der Wandlung auf weichen Wegen in alten Anlagen, der Entdeckung einer der ältesten Kulturleistungen der Menschheit und die Suche nach dem Camino in Berlin.

In meiner Mapy App sah ich im Vorfeld, dass die Jakobswege in Berlin oft an großen Straßen zu finden sind. Das hat mir nicht so gut gefallen und so hab ich während der Tour Ausschau nach schönen Alternativ-Wegen entlang der Jakobswege gesucht. Dabei war mir wichtig immer wieder auf den Jakobsweg zu stoßen, also parallel zu laufen oder kleine Abstecher zu machen.

Begonnen habe ich in Schöneberg, wo ich auch das erste Hinweisschild entdeckte, Kolonnenstraße Ecke Naumannstraße, ein Aufkleber an einem Straßenschild.  In der Presse las ich vor ein paar Tagen, dass die Jakobswege in Berlin kaum ausgeschildert sind und auch die Möglichkeit Stempel für den Pilgerpass zu bekommen nur sehr eingeschränkt ist. Das finde ich sehr schade.

Überall auf der Welt sind diese Wege besonders gekennzeichnet, so dass man auch ohne Karte oder App seinen Weg ganz einfach finden kann. Ich möchte hier mit meinem Beitrag dazu beitragen, dass diese Wege in unserer schönen Stadt bekannter werden und durch die kleinen Abstecher vielleicht auch noch etwas interessanter.

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Eberswalde, Stadtwanderung mit Überraschungseffekt

Von einer Stadt im Wald mit Mega Denkmählern, einer dicken Barbara, veganen Erdbeertörtchen, kunstvollen Brücken, Treppen und Plätzen, einer Mühle am rauschenden Bach, Berg- und Tal-Feelings und jeder Menge kleiner Überraschungen.

16,7 km Stadttour Eberswalde: Ralph und ich begannen unsere Wanderung am Bahnhof Eberswalde und bewegten uns an der Straße entlang erstmal zum nächsten Bäcker. 😁

Eberswalde, Industriestadt im Wald

Eberswalde, auch Waldstadt genannt, liegt inmitten bewaldeten Gebietes im Landkreis Barnim. Schon im 14. Jahrhundert besaß die Gemeinde Waldflächen in beträchtlicher Größe, darunter Erholungswald als auch Naturschutzgebiete. Der Stadtforst ist gleichzeitig auch Wirtschaftswald.

Bis zur Wende herrschte hier die Schwerindustrie. Es wurden industrielle Großbetriebe wie eine Eisenspalterei, Kupferverarbeitung und Messingwerke angesiedelt. Manche Ortsteile sind nach der industriellen Nutzung benannt.

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Schloss Tour von Großbeeren nach Blankenfelde

19,8 km Wanderung von Großbeeren nach Blankenfelde mit hübschen Schlösschen, interessanten Park-Arrangements und einer Baustellenpause.

Die kleene Wandergruppe war am 6. März 2021 unterwegs, Ines Schubert, Uwe Schönemann und ich. Wir starteten am Bahnhof Großbeeren und wanderten östlich durch das beschauliche Städtchen.

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3 Tage Jakobsweg entlang der Elbe von Bad Wilsnack nach Tangermünde

Am 14. September 2020 startete mein bisher größtes Wanderabenteuer. Ralph hatte eine 3-tägige Reise auf dem Jakobsweg vorbereitet, mit zwei Übernachtungen, ca. 75 km mit täglich mehr als  20 km, und das obwohl ich erst einmal überhaupt mehr als 20 km gewandert bin. Meine Ausrüstung war noch sehr übersichtlich und ich war Mega-aufgeregt.

Insgesamt 119.843 Schritte, 76,7 km, knapp 17 Stunden reine Wanderzeit.

Tag 1,  von Bad Wilsnack nach Havelberg,  5 h Gehzeit

23,2 km, mit harten Asphaltwegen, unbändige Aufregung, sengenden Sonnenstrahlen, einer minderwertigen Ausrüstung, einem köstlichen Abendessen mit Sonnenuntergang, vielen Treppen und einem geschlossenen Dom.

Download file: 200914_Jakobsweg_Elbe_Wanderung_Tag_1.gpx

Am 14. September ging es los. Mit dem Zug Richtung Wittenberge, ich hatte viel zu viel unnötiges Zeug mitgenommen und so war mein Rucksack für mich auch eigentlich viel zu schwer mit seinen 10 kg.

Es waren noch einmal an die 30 Grad angekündigt und die Sonne ging blutrot am Horizont auf, an diesem kühlen Morgen. Fröstelnd saß ich am Bahnhof und war fast sprachlos vor Aufregung. Tausend Gedanken schossen mir durchs Hirn.

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Challenge 2021, Ziel erreicht

Heute mal wieder eine kleine Übersicht über meine Challenge für dieses Jahr. Ich beabsichtige 2000 km zu erwandern.

Dabei zählen nur die Wanderungen, die 5km überschreiten. Also nicht die Arbeitszeit, in der ich auch schon 7 – 8 km am Tag zurücklege, und auch nicht der Einkaufsbummel.

In den letzten Wochen ist es mir nicht immer so einfach gefallen meine km zusammen zu bekommen, weil ich schon auch gern mal schwimmen gehe, oder ein gutes Konzert besuche. So habe ich diese Aktivitäten oft miteinander verbunden. Nach einem Arztbesuch in Tegel ging ich z. B. am Tegeler See entlang nach Hause.

Über viele dieser Wanderungen habe ich Beiträge geschrieben. Schaut einfach unter dem Datum oder dem Begriff nach, dann könnt ihr die Wanderungen miterleben.

Clara

Von Birkenwerder über das Schlaraffenland nach Hohen Neuendorf

14 km grüne Briese mit Stolpersteinen, einer roten Brücke, einem gemütlichen Konsum, einem goldenem Kirchturm,  einem überraschenden Schlaraffenland, einer Siedlung voller Geschichte und einem kreativen Umgang mit Müllmonstern.

Die kleene Wandergruppe war mal wieder unterwegs. Dieses mal hauptsächlich auf dem 66-Seen-Wanderweg und dem Europäischen Fernwanderweg E10. Ines Schubert, Uwe Schönemann, unser Neuzugang und ich fuhren mit den Öffis bis Birkenwerder. Dort angekommen drehten wir erst einmal eine kleine Runde, um uns die Rote Brücke anzusehen.

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Strausberg, die Entstehung von Wanderwegen und ein schmerzlicher Verlust

18,2 km Wanderung um Strausberg herum, mit grauenvollem Schrecken, praktischen Sitzmöbeln an einem Strand mit freien Ausblicken,  von einem wabbeligen Grund, vom Einweihen von neuen Wegen und einem beeindruckenden Holzkunst-Atelier.

Wir verließen die Stadt in Richtung Norden und kamen schnell in ein bewaldetes Gebiet. Ralph und ich gestalten die Touren immer abwechselnd und diesmal war ich dran.  Ich habe die Tour wieder nur grob geplant und veränderte sie während der Wanderung immer mal wieder, das mag ich besonders, denn ich liebe Überraschungen. ❤❤❤

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Geheimnisse im Spandauer Forst

8,6 km Wanderung im Spandauer Forst: Von Krabbeltieren im Haar, auf nicht verzeichneten Wegen und verlassenen Bahnanlagen zur Kirchenruine. Zum Schluss im Turbogang durch den Teufelsbruch.

Ich bekam einen Tipp und machte mich auf in den Spandauer Forst. Mitten im Wald soll eine alte Kirchenruine zu finden sein.

Gleich am Anfang des Waldes entdeckte ich den alten Schienenstrang und beschloss mich darauf entlang zu bewegen. Hin und wieder waren Überreste von Bahnsteigen und Geländern zu entdecken. Ich kletterte über umgestürzte Bäume und Strecken von Schotter durch den Wald, die Wege waren teilweise kaum noch zu erkennen.

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