Biesenhorster Sand, Luftschiffhafen und Bahngelände im Dornröschenschlaf

  • Start: S Bahnhof Friedrichsfelde Ost
  • Ziel: S Bahnhof Köpenick
  • 11,7 km geniale Stadtwanderung durch den Biesenhorster Sand und ein verlassenes Bahngelände.
  • Europäischer Fernwanderweg E11/Kaulsdorfer Weg

https://www.komoot.de/tour/700184938?ref=wtd

11,7 km STADTwanderung durch den BIESENHORSTER SAND mit einer WECHSELHAFTEN Geschichte über ZEPPELINE, BAHNANLAGEN, LAUBENKOLONIEN und SANDWÜSTEN im DORNRÖSCHENSCHLAF.

Jetzt kommt der Kurzfilm zur Wanderung!!! Danach die Fotos!!! Und die Geschichte!!!

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Biesenhorster Sand
11,7 km geniale Stadtwanderung durch den Biesenhorster Sand und ein verlassenes Bahngelände.
Alter Friedrichsfelder Friedhof
Biesenhorster Sand
« von 35 »

Ralph und ich starteten unsere Wanderung am S Bahnhof Friedrichsfelde Ost, besuchten den dortigen alten Friedhof, durchquerten die Reihenhaussiedlung Kalinka und erreichten den hinter dem Tierpark liegenden Biesenhorster Sand.

Wechselhaft

Dieses Gelände hat eine wechselhafte Geschichte aufzuweisen. Vor dem 19. Jahrhundert stand hier ein Birkenwald und rundherum erstreckten sich Ackerland mit vereinzelten Höfen soweit das Auge reichte.

Nach und nach wurden Bahnstrecken eröffnet und es entstand ein eindrucksvoller Bahnhof mit vielen Gleisen. Wir konnten noch viele Bahndämme, einen Güterwagon, Container und Gebäude entdecken. Der besondere Reiz dieses Geländes ist sein Ursprünglichkeit und freier Zugang für Jedermann.

Weltneuheit

Nach 1900 entstand eine Luftschiffhalle in der Zeppeline entwickelt und gebaut wurden. Eine 25m hohe drehbare Lagerhalle, damals eine Weltneuheit der Siemens-Schuckert-Luftschifffahrt-Werke. Mit dem Beginn des 1. Weltkrieges endete diese Entwicklung, da nun Flughäfen benötigt wurden.

So entstand auf dem Areal ein Flughafen, der bis zum Ende des 1. Krieges genutzt wurde. Ab 1920 begann dann der Rückbau, der durch den Versailler Vertrag und seine Auflagen nötig wurde. Ein Teil des Geländes wurde als Laubenkolonie für die Siemens Mitarbeiter hergerichtet.

Sandwüsten

Ab 1930 erfolgte dann die Umwandlung zum Güterbahnhof, die Laubenkolonien wurden platt gemacht und umfangreiche Sandaufschüttungen aus dem nahe gelegenen Baggersee veränderten die Landschaft ein weiteres Mal.

Im 2. Weltkrieg dann die Nutzung durch die Nationalsozialisten und zu DDR-Zeiten war hier der Rangierbahnhof Wuhlheide und ein sowjetisches Kasernengelände mit eigenem Verladebahnhof.

Dornröschenschlaf

Nach 1994 endete die militärische Nutzung, der Rangierbahnhof wurde stillgelegt und das gesamte Areal fiel in einen Dornröschenschlaf. Immer wieder entdeckt man zwischen den Bäumen kleine Relikte wie Stromkästen, Container, eine große Halle und Bahnschienen, alles geschmückt mit farbenfroher Street-Art.

Sanftes Erwachen

Dieses riesige Areal mit seinen Sandwüsten und moorigen Abschnitten, altem Baumbestand und Schotterpisten ist heute NABU Gelände mit viel Platz für die Pflanzen- und Tierwelt. Ein traumhaftes Areal durch das man gut 2 bis 3 Stunden wandern kann.

Als Kontrast kann ich noch das Südgelände mit seinem gestylten Park empfehlen. Auch sehr schön, aber der Biesenhorster Sand hat mir besser gefallen. 😉😘

Jakobswege in Berlin und das Schöneberger Südgelände

 

 

 

 

 

 

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