Das alte Postamt in Gransee, Schloss Meseberg und das Kloster Lindow

  • Start: Bahnhof Gransee
  • Ziel: Bahnhof Lindow
  • 19,2 km Wanderung von Gransee mit Schlossbesuch in Meseberg und Besichtigung des Klosters in Lindow.
  • Wanderweg Gransee – Meseberg/Huwenowseerundweg/Wanderweg Wutzsee-Huwenwsee/Wutzseerundwanderweg
  • https://www.komoot.de/tour/897038354?ref=wtd

19,2 abwechslungsreich km mit einem alten POSTAMT, URNEN der Vergangenheit, UNGEWÖHNLICHE Verteidigungsanlagen, mit OTTO und ANNA, einem TURM im Wald, dem ZAUBERSCHLOSS FONTANES hinter Gittern, der FRAU am SEE und einem aktiven KLOSTER.

Es folgen die Fotos und die Story mit vielen Infos!

Gransee, Meseberg, Lindow
Der Hinterhof, Nebengeb
Gransee, Meseberg, Lindow
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Team Clara und Ralph begaben sich bei dieser Wanderung nach Gransee. Aber bevor es so richtig losging, entdeckten wir in der Nähe des Bahnhofs ein altes Postamt. Das musste natürlich bewundert werden.

Das Postamt

Die Tore waren weit geöffnet und Aktivitäten auf dem Gelände lockten uns an. Mit dem Architekten Uwe Licht kamen wir ins Gespräch, erfuhren von einer Ausstellung am Vortag und hatten die Möglichkeit diese Ausstellung mit dem Namen „Schichtungen“ im Gebäude anzusehen. Verschiedene Materialien wurden in Schichten kunstvoll in die Türöffnungen verbracht.

Der Abriss

Innenräume der Unterkünfte

Die Nebengebäude, inspizierten wir dann auch noch, denn am Folgetag sollte der Abrissbagger anrücken, also die letzten Fotos.  Diese, von den Postfahrern noch lange genutzten Gebäude waren in einem erbärmlichen Zustand, nur eines wurde durch den Denkmalschutz geschützt. Auf dem ehemaligen Areal entsteht ein Wohnquartier für Singles, Paare und Familien.

Urnen der Vergangenheit

Gransees Geschichte geht bis in die Bronzezeit zurück. Bei Umbauarbeiten in der Stadt wurden Urnen unter dem Straßenpflaster gefunden, die auf das 1300. Jahrhundert v. Chr. hinweisen. Wir wandelten auf alten Straßenpflastern und bewunderten die herrlichen Bauten vergangener Zeit.

Wieckhäuser?

Um 1262 n. Chr. bekam die Stadt seine Rechte und verband wichtige Handelswege. Ab 1330 entstand die Stadtmauer, die um die gesamte Stadt herumführt. Eine Anlage von Wallgräben, Wiekhäuser, Toren und Türme sicherte die Anlage. Wiekhäuser dienten im Mittelalter als Beobachtungs- und Verteidigungsposten. Sie befinden sich auf den Mauern und Türmen, wodurch man einen weiten Blick in die damalige Landschaft hatte. Der Posten saß im schräg angelegten Dach und beobachtete das Umfeld.

Otto und Anna

Wir passierten die St. Marien Kirche, das Sophien-Denkmal, das Ruppiner Tor und bewunderten die Bronze von „Otto und Anna“, die vom Bildhauer Gerhard Rommel erschaffen wurde. Ralph hatte eine lustige Fotoidee, die wir dann auch gleich umsetzten. 😂

Der imposante Turm

Auf der Warthe Richtung Meseberg

Als nächstes gelangten wir zur Warthe, die südwestlich von Gransee mitten im Wald liegt. Der verschlossene Turm ragt imposant auf einer Anhöhe und wird auf das 14. Jahrhundert datiert. Mit einer Höhe von 15 m besitzt dieser achteckige Turm eine kompakte Treppe, die zum Verweilen einlädt.

Schloss hinter Gittern

Als nächstes Ziel dieser fantastischen Tour war nun das Schloss Meseberg, das Video gesichert hinter Zäunen und Mauern versteckt in der Sonne leuchtete. Großräumige Absperrungen ermöglichen nur bedingte Einblicke auf diese herrliche Anlage, die sich bis zum Huvenowsee erstreckt.

Das Zauberschloss

Das im 18. Jahrhundert im Stil des Barocks errichtete Schloss wird bis heute als Gästehaus der deutschen Bundesrepublik genutzt und liegt ca. 70 km nördlich von Berlin.

Theodor Fontane wurde hier zu seinem Werk „Effi Briest“ inspiriert und nannte es Zauberschloss. Auch in seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ findet es ausführliche Erwähnung.

Dort angekommen dann der freie Blick auf den Huvennow See. Am Südufer entlang wanderten wir bis zum Lindower Rhin, dem wir dann weiter folgten. Anschließend einsame Waldwege, auf denen uns niemand begegnete. Es folgte der Wutzsee, ein weiteres Highlight dieser Wanderung.

Frau am See

Amelie, monolithische Skulptur

Direkt am Ufer des Sees erblickten wir die schöne Amelie, die aus dem nahe liegenden Kloster Lindow floh. Sie richtet ihren Blick in Richtung Lindow und strahlte uns mit ihren imposanten 2 Metern Höhe schon von weitem entgegen.

Kloster Action

Das Abschlusshighlight dieser Wanderung bildete der Besuch der Klosterruine in Lindow, die um 1230 als Zisterzienserkloster erbaut wurde. Mit der Reformation wurde es zu einem evangelischen Damenstift und im Dreißigjährigen Krieg zerstört. Die heute noch gut erhaltenen Überreste der alten Klosterschule und des Waschhauses sind frei zugänglich und werden oft für Konzerte und kulturelle Feierlichkeiten genutzt.

Eine erstklassige Wanderung, Prädikat besonders empfehlenswert!

 

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