Grunewald, Drachen- und Teufelsberg mit Lost Place Abhörstation

  • Start S Bahnhof Heerstraße
  • Ziel Bushaltestelle Heerstraße/Glockenturmstraße nach Rathaus Spandau
  • 9 km Berg- und Talwanderung bei herrlichsten Sonnenschein. Besuch der Abhörstation auf dem Teufelsberg mit erstklassiger Street-Art
  • Anteile: Europawanderweg E 11 Berlin

https://www.komoot.de/tour/669832945?ref=wtd

Wir begannen unsere Wanderung am S Bahnhof Heerstraße und machten uns auf zum Grunewald.  Es war knackig kalt aber dafür gab es jede Menge Sonnenschein.

Gleich am Anfang wurden Ines und ich stark gefordert, denn wir wählten den steilsten Anstieg. Ordentlich aus der Puste kamen wir auf 99 Höhenmetern auf dem Plateau an und bestaunten den herrlichen Ausblick.

Jetzt folgen erst einmal die Fotos, und wer Lust hat weiterzulesen kann anschließend die ganze Geschichte mit vielen Hintergrundinformation miterleben.

Drachen- und Teufelsberg
9 km Berg- und Talwanderung bei herrlichsten Sonnenschein. Besuch der Abhörstation auf dem Teufelsberg mit erstklassiger Street-Art
S Bahnhof Heerstraße, Start
Drachen- und Teufelsberg
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Drachenberg

Der Drachenberg mit seinen 99 Höhenmetern entstand nach dem 2. Weltkrieg gleich neben dem Teufelsberg. Beide Berge sind aus dem Trümmern Berlins entstanden. Sie sind durch einen Einschnitt voneinander getrennt.

Der Drachenberg hat ein großes ebenes Plateau, das gern von Drachenfliegern genutzt wird. Aber auch Familien lassen hier gern mit ihren Kindern Drachen steigen. Ein weiter Blick in alle Richtungen und ein frischer Wind machen diesen Ort besonders reizvoll.

Stahlreste

Der Abstieg vom Drachenberg führte uns eine steile Böschung hinunter. Auf dem Weg entdeckten wir immer wieder Beton und Stahlreste, die aus dem Berg ragten. Man muss bei dieser Variante der Wanderung gut aufpassen sich nicht zu verletzten.

 Künstliche Felsformation 

Als nächstes entdeckten wir den Kletterfelsen, der im Sonnenschein aus dem Wald leuchtete. Kletterer waren keine da, aber es war ja auch sehr stürmisch.

Die Kletteranlage auf dem Teufelsberg ist eine der ältesten künstlichen Freizeitmöglichkeit dieser Art. Erst 1970 wurde den Sportlern diese Anlage zur Verfügung stellt. Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten und Schwierigkeitsgraden die an diesem Felsen ausprobiert werden können.

Interessant fand ich auch, das diese Betonkonstruktion 1975 von südamerikanischen Studenten der TU kopiert wurde und seit 1976 als Kopie in Quito steht.

Der Aufstieg zum Teufelsberg war dann etwas leichter, denn der Anstieg war nicht so steil und wir waren ja auch schon auf einer etwas erhöhten Ebene. Immer wieder entdeckten wir die Lost Place Gebäude der Abhörstation aus einer anderen Perspektive, denn am Ende liefen wir eine Weile an der Einzäunung des Geländes entlang.

Teufelsberg mit Abhörstation

Der Teufelsberg ist ein Trümmerberg im Westen Berlins. Es ist der zweit höchste Berg Berlins mit einer fantastischen Aussicht über den Grunewald. Er hat eine Höhe von 120 Metern und hat seinen Namen vom nahegelegenen Teufelssee.

Auf dem Berg befinden sich die weit sichtbaren Gebäude der ehemaligen Abhörstation der US-amerikanischen Streitkräfte. Nachdem das Militär abzog war es noch 8 Jahre eine Flugsicherungsradar-Station. Seit 1999 steht das Gelände leer.

Es ist also ein Lost Place, aber ein offizieller, den man für ein Eintrittsgeld von 8,– Euro besichtigen kann. Überall findet sich Street Art und Kunstinstallationen und man kann sich lange auf dem Gelände aufhalten und findet immer wieder nicht entdeckte Kunst.

Weitere Fakten und eine Extra Street Art Galerie mit Beitrag über diesen Lost Place findet ihr unter folgendem Link:

Lost Place Abhörstation auf dem Teufelsberg mit Street Art vom Feinsten

Nachdem wir den Teufelsberg verlassen hatten kamen wir am Ökowerk vorbei. Hier konnte man sich auch mit Kaffee, Kuchen oder einem Würstchen stärken.

Das Ökowerk am Teufelssee

Das Naturschutzzentrum Ökowerk Berlin ist ein nicht staatliches Bildungs- und Informationszentrum, welches im ehemaligen Wasserwerk Teufelssee Grunewald untergebracht ist. Es wurde 1985 eröffnet und bietet Ausstellungen, Kurse und Veranstaltungen für jung und alt.

Im Infozentrum Wasserleben ist eine interaktive Ausstellung untergebracht und auch das vollständig erhaltene Wasserwerk kann besichtigt werden. Auf dem Gelände befinden sich Biotope, Teiche, Obstwiesen, Blumengärten und auch Bienenstöcke.

Die Ergebnisse aus der Forschung an diesem Ort haben Einfluss auf die Politik, denn sie fungiert als Beratungsstelle für Umweltbildung, Wissenschaft und Forschung.

Verschlossen 

Unserer nächster Stopp auf den wir uns schon richtig gefreut hatten, sollte der Besuch des jüdischen Friedhofs sein. Leider war dieser an diesem Tag geschlossen.

So setzten wir unseren Weg fort bis zur Herrstrasse und nahmen den Bus bis Rathaus Spandau. Dort schlenderten wir noch ein wenig durch die Fußgängerzone und genehmigten uns dann ein köstliches Mahl bei meinem Lieblingsasiaten, YUMMY ❤

Zum Ende möchte ich euch noch einen Link zu einer Wanderung ans Herz legen, die man direkt an diese anschließen kann. Sie endet am S Bahnhof Heerstraße und beginnt

Das Friedhofslabyrinth an der Heerstraße

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