Archiv der Kategorie: Südwesten

Zur groben Orientierung, Touren südwestlich Berlins, auch Potsdam

Werder, 5 Seen und eine abenteuerliche Brückenüberquerung

  • Start und Ziel S Bahnhof Werder
  • 20 km Asphalt- und Matschweg entlang von 5 Seen mit abenteuerlicher Brückenüberquerung über die Havel
  • Anteile des Jakobswegs Potsdam – Vehlen, Fontaneweg F6, Europäischer Fernwanderweg E 10

https://www.komoot.de/tour/671619051?ref=wtd

20 km Wanderung mit steilen oder fehlenden TREPPEN, einem AUSFLUGSLOKAL auf dem Berg, einem Zentrum der Ziegelindustrie, einem ungewöhnlichen FKK-GELÄNDE, einer BESCHISSENEN INSEL, einem SCHINKELBAU und einem LENNÉ-PARK und einer sehr AUFREGENDE ÜBERQUERUNG der Havel. ACH, und wo der Name HAVEL herkommt erfahrt ihr auch. 😉

Die kleene Wandergruppe startete am S Bahnhof Werder, dieses Mal 5 Personen, und begaben uns schnurstracks zum Großen Plessower See. Aber zuerst mussten wir eine Treppe mit unendlich vielen Stufen hinaufsteigen. Oben angekommen wurden wir dann mit einer herrlichen Aussicht und dem Lost Place Friedrichshöhe belohnt …

Für die Ungeduldigen folgt jetzt das Fotomaterial, im Anschluss geht die Geschichte dann weiter. Sie ist mit jeder Menge Hintergrundinfos gepiekt und hatte noch  so einige Überraschungen zu bieten.

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Jüterbog Geocaching, vom Alten Lager bis nach Treuenbrietzen

23,3 km Geocaching-Wanderung nördlich von Jüterbog. Diese von Ralph Bauer vorbereitete Strecke hatte so einige Überraschungen für uns parat, noch während der Wanderung entdeckten wir durch das hineinzoomen in die Navi-Apps noch viel mehr. Lasst euch überraschen …

Am Ende des Beitrags findet ihr den Komoot-Track und den link zu Teil 1, Jüterbog Jammerbock, die alte Stadt und die riesige Garnison.

Sportkulisse

Als erstes fanden wir das Stadion, das auch heute noch als Fußballplatz genutzt wird. Der Rasen war super gepflegt und zur Benutzung bereit. Die Gebäude drum herum lassen erahnen wie einschüchternd imposant dieser historische Ort einmal gewesen ist.

Jüterbog 2 Altes Lager
Als erstes fanden wir das Stadion, das auch heute noch als Fußballplatz genutzt wird. Der Rasen war super gepflegt und zur Benutzung bereit. Die Gebäude drum herum lassen einen erahnen wie imposant dieses historische Ort einmal gewesen war.
Haupteingang Altes Lager
Jüterbog 2 Altes Lager
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Machtvolle Gebäude

Die riesigen Gebäude der Nationalsozialisten, sollten die Bevölkerung damals einschüchtern und von der Macht dieser Regierung überzeugen. Und auch heute beschleicht uns noch ein unangenehmes Gefühl.

Die Vegetation war üppig und an manchen Stellen fast undurchdringlich. Aber es gab auch die großzügigen Prachtwege, die schnurgerade durch die Landschaft gezogen wurden .

Pitsch-Patsch

Beim Hineinzoomen in die Navigations-Apps sahen wir uns das Gelände einmal etwas genauer an. Oft waren wir schon in ähnlichen Arealen unterwegs und vermuteten dort ein Schwimmbad, das wir versteckt hinter einer Hecke dann auch entdeckten.

Verlassenes Schwimmbad

Die Vegetation hatte sich eigene Wege gesucht und so skurrile Verwachsungen kreiert. Immer wieder ein fantastischer Anblick so ein altes Schwimmbad mit 3 Meter Sprungturm.

Urwald der Vergangenheit

Auf der Suche nach einem großen halbrunden Gebäude, das wir in der Karte entdeckt hatten, kämpften wir uns durch den Urwald der Vergangenheit.

Das Gesuchte war dann auch bald entdeckt, und seine halbrunde leuchtend gelbe Fassade leuchtete durch die Bäume. Aus den Dächern wuchsen kleine Birken und eine offene Tür lockte. Viele der Fenster waren herausgenommen worden und standen nun abholbereit und vergessen in den Räumen, die Öffnungen mit Bretterverschlägen notdürftig verschlossen.

Assoziationen

Anschließend kamen wir zu einem großen Durchgangsgebäude mit Säulen seitlich und großen Freitreppen.  Es entwickelte sich ein beklemmendes Gefühl. Assoziationen zu Aufmärschen, demografischen Reden und Standgerichten stoßen uns durch den Kopf.

Das Förderband

Wir hatten  viel Zeit auf dem Gelände verbracht, verließen es jetzt und kamen dann wieder am Bahnhof vorbei. Schon beim Ankommen hatten wir am Wegesrand ein Gebäude durch die Bäume erspähen können. Nun war der Moment gekommen. Ein Förderband, das hoch hinauf zu einem Turm führte.

Schlemmerbrötchen

An der Treuenbrietzener Strasse war laut Karte eine Bäckerei angezeigt, mitten im Nichts. Da wir uns dieses Mal kein Frühstück aus Berlin mitgebracht hatten waren wir wirklich erleichtert diese geöffnet vorzufinden.

Bäclerei Konrad, lecker Schlemmerbrötchen

Wir verspeisen jeder ein Stück Kuchen und nahmen uns eins dieser Schlemmerbrötchen mit, die uns dann über den Tag versorgen sollten. Die waren vielleicht lecker. Das WC haben wir dann auch noch inspiziert. Alles supi. 😉

Das Tor zu einem neuen Gelände

Frisch gestärkt ging unsere Reise nun weiter an der Straße entlang  in den nächsten Wildnis-Abschnitt.

Moosbedeckte Wände

Hier waren die Gebäude noch weiter verfallen, die Räume feucht und muffig. Aus dem Boden wuchsen Farne und an den Wänden das Moos. Beeindruckende Bilder, wie wir fanden. Soweit wir sehen konnten waren hier früher eine Panzereinheit. In der großen Werkshalle fanden die Reparaturen statt.

Die Fabrik

Die Munitionsfabrik wollten wir noch finden. Wir orientierten uns an den ehemaligen Bahngleisen, die zum großen Teil nicht mehr vorhanden waren, aber alle paar Hundert Meter waren Munitionslagerhäuser an der Strecke.

Die Munitionsfabrik von Innen

Anschließend bewegten wir uns auf den Hauptwegen immer weiter Richtung Norden bis wir in ein hügeliges Areal kamen. Wir erklommen diese und entdeckten dann zwischen ihnen die ehemalige Munitionsanstalt des Alten Lagers. Die großen Maschinenteile, die noch vorhanden waren standen imposant in einer Halle und das Licht, das durch die Decke fiel versetzte alles in ein unwirkliches Licht.

Am rauschenden Bach

Anschließend verließen wir das Gelände und stellten fest, das wir uns wieder viel zu lange aufgehalten hatten. Wir gaben Gas aber wurden dann noch einmal scharf ausgebremst, denn wir passierten nun die Hermannsmühle am Pommerenkenteich.

Das Rad drehte sich stetig im Kreis und rauschte herrlich wild. Wir setzten uns an den See und genossen diese tolle Atmosphäre.

Die rote Mühle

Die ersten Mühlgebäude und Wohnhäuser wurden in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts errichtet, 1725 wurde der See angelegt. Beim Durchwandern der Gegend konnten wir viele Mahlsteine und anderes Gerät entdecken.

Hermannsmühle Bardenitz

Wir hatten nun noch 7 km vor uns bis zum Bahnhof und so machten wir uns ohne Umwege auf den Weg und kamen pünktlich zum gewünschten Zug an.

Die Wanderung war sehr anstrengend, denn das Gelände war sehr uneben, nicht für jeden empfehlenswert und natürlich auf eigene Gefahr.

Verfolgertrack

https://www.komoot.de/tour/527586673?ref=aso

Link zu Teil 1 – Jüterbog Jammerbock

Jüterbog Jammerbock – Die alte Stadt und ihre riesige alte Garnison

Die Stahnsdorfer Friedhofskirche und die Wege nach Saarmund

16,8 km Wanderung mit einer außergewöhnlichen Kirche, skurrilen Pilzen, einem Fehltritt, einer Berg- und Talbahn und einem Shelter im Wald.

Die heutige Geschichte beginnt in der Stahnsdorfer Bahnhofstraße. Die erste Wanderung mit meiner neuen Wanderfreundin, Miriam.

Dark Side of Stahnsdorf

Zu Beginn unserer Wanderung waren wir auf dem Friedhof Stahnsdorf, der oft der Set für der Netflix Serie Dark war. Die beeindruckende norwegische Stabholzkirche war unser Ziel, denn die hatte ich noch nicht von innen gesehen können, weil sie wegen Corona immer geschlossen war. Ich war selbst sehr gespannt und freute mich darauf Miriam zu überraschen.

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Potsdam, Parks und Schlösser mit Perspektive

18 km  Perspektiv-Wanderung in Potsdam mit schicken Schlössern und großzügigen Parkanlagen immer in der Nähe des 66-Seen-Wander-Weges. 

Obwohl das Wetter für diesen Tag sehr wechselhaft angesagt war bin ich am Vormittag von Potsdam Marquardt gestartet. Eine Strecke des 66-Seen-Wander-Weges wollte ich heute laufen. Dabei war es mir wichtig nicht nur einfach dem Streckenverlauf zu folgen, ganz im Gegenteil.

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Geisterbahnhof Pirschheide und der Friedhof in Magentagrau

Von vertauschten Bahnhöfen, einem doofen Gesichtsausdruck, Neptun im Lustgarten, einem verwaisten Congresszentrum, einsamen Autobahnwanderwegen, einem stillgelegten Umsteigebahnhof und zwei sehr unterschiedlichen Friedhöfen.

Diese 23,1 km Tour begann schon sehr lustig, denn ich hatte den falschen Bahnhof rausgesucht und so landeten wir in der Medienstadt Babelsberg anstatt, wie geplant am Hauptbahnhof. 😂

Ups, … falscher Bahnhof

Ich muss echt doof geguckt haben, als ich immer wieder ungläubig auf meine App schaute. Der Startpunkt war ca. 3 km entfernt. 😲

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Schau alle Bilder groß und schön an, nutze die neue Lightbox

Blogs/Weblogs am Computermonitor betrachten und lesen, das lohnt sich. Du siehst einfach mehr. Und schöner.

Gerade Fotos kommen im Panorama- und Kinoformat sehr viel besser als auf dem kleinen Handy-Screen.

Daher haben wir in Claras.IllustrierteWelt.de nun eine sogenannte “Lightbox” integriert. Auf deutsch: einen Leuchttisch.

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Werder – Glindower Alpen und Schwielowsee

Gestern zum vermeintlichen Frühlingsbeginn sind Ralph und ich gegen 11 Uhr von Werder aus zu einer Wanderung aufgebrochen. Zuerst ging’s auf einen Berg mit geschätzt 100 Stufen, und oben dann ein unglaublicher Blick in die weite Ferne und einen Lost Place direkt vor der Nase.

Nachdem wir den Weitblick eine Weile genossen, schauten wir uns Friedrichshöhe mal etwas genauer an. Dieses wunderschöne Anwesen ist zur Zeit ziemlich vermüllt und total verrammelt.. leider kein Reinkommen…vielleicht hat ja jemand von euch ein paar Fotos aus alten Zeiten. Mich würde schon sehr interessieren, wie es darin wohl ausgesehen hat.


Friedrichshöhe: Dreh das 360 Grad Bild am besten in der Vollansicht

Jetzt gings zum Glindower See, den wir an der Westseite entlangliefen. Nicht immer konnte man direkt am Wasser lang, und auch die Wege waren oft asphaltiert, aber macht nix…auch befestigte Wege haben ihren Reiz.

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