Rund um den Storkower See

  • Start und Ziel Bahnhof Storkow
  • 18.6 km Wanderung rund um den Storkower See.
  • 66-Seen-Wanderweg/Binnendüne Storkow Zentrum
  • Familiengeeignet

https://www.komoot.de/tour/727300021?ref=aso

Die KLEENE Wandergruppe umrundete an diesem Sonntag den STORKOWER SEE und entdeckte dabei eine schicke BURG, eine URALTE Kiefer, GRUSELIGE GESTALTEN am Schloss, kleine STEGANLAGEN, ein VERFALLENDES Militärgelände, ERWACHENDE MOORlandschaften, eine zugige BADESTELLE, eine kleine SCHLEUSE nebst funktionsfähiger KLAPPbrücke und einer WANDERDÜNE.

Es folgen die Fotos und eine Geschichte dazu.

Storkower See
Die KLEENE Wandergruppe umrundete an diesem Sonntag den STORKOWER SEE und entdeckte dabei eine schicke BURG, eine URALTE Kiefer, GRUSELIGE GESTALTEN in einem Vorgarten, kleine STEGANLAGEN, ein VERFALLENDES Militärgelände, ERWACHENDE MOORlandschaften, eine zugige BADESTELLE, eine kleine SCHLEUSE nebst funktionsfähiger KLAPPbrücke und einer WANDERDÜNE.
Burg Strokow
Rund um den Storkower See
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Sumpf

Eigentlich denkt man, Storkow, na dieser Name muss doch von Storch kommen, denn Storche siedeln sich viele an in dieser Gegend  und so ist es auch nicht verwunderlich, dass das Wappentier der Stadt einen Storch aufweist. Aber so einfach ist es dann doch nicht. Der Name hat wohl einen slawischen Ursprung, wie oft in dieser Zeit. Es wurde von dem Wort “Sturkuowe” abgeleitet, was soviel wie Sumpf bedeutet.

Die Kleene Wandergruppe, dieses Mal vier Personen, startete am Bahnhof Storkow bei wechselhaftem Wetter. Unser erstes Anlaufziel war die Burg Storkow an der Burgstraße. Die Burg verfügt über ein kleines Museum und das Cafe’ Burgstübchen. Im Innenhof alles vorbereitet für die neue Saison.

Burg Strokow

Folter

Die Burg Storkow ist vermutlich im 12. Jahrhundert erbaut worden und zählt somit zu den ältesten Burganlagen in Brandenburg. Hier soll 1538 ein Freund und Mitstreiter Hans Kohlhases zu Tode gefoltert worden sein.

Gegen 1556 wurde die Burg dann in ein Renaissanceschloss umgebaut und im Dreißigjährigen Krieg dann übel verwüstet. Und nachdem es 1775 auf dem Areal brannte fristete dieses imposante Gebäude einen eher schändliches Dasein als Amtsstube.

In der Nazizeit dann erlangte sie einen zweifelhaften Ruf als Jugendburg Adolf Hitlers und es brannte auch noch ein weiteres Mal. Seit 2000 werden die Gebäude öffentlich gefördert und ein Verein kümmert sich um alle Angelegenheiten. Auf der Burg finden regelmäßig Veranstaltungen statt.

Fantasie Garden

Statue im Vorgarten, Schloss Hubertushöhe

Nun gings in flottem Schritt über Feldwege , vorbei an uralten Bäumen zum Jagdsitz Hubertushöhe, welches durch einen hohen Zaun vor Neugierigen geschützt wird. Diese denkmalgeschützte historische Anlage war bis 2012 ein  Luxushotel und befindet sich jetzt wahrscheinlich in Privatbesitz.

Auf dem Gelände vor dem Schloss stehen mächtige mindestens 2,50 m hohe Statuen wie aus einer anderen Welt entflohen. Es sieht so aus als würden diese wüsten Gestalten das Gelände bewachen und niemand würde versuchen sich Eintritt zu verschaffen.

Villen am See

Wir wanderten immer am Storkower See entlang, den wir aber leider nicht oft zu sehen bekamen. Überall am Ufer verstreut liegen Villen mit Grundstücken, die bis ans Wasser reichen. Dabei stehen wunderbar herausgeputzte alte Schmuckstücke gleich neben halb fertigen Gebäuden auf Brachgelände und verfallenen Lost Places. An manchen  Stellen konnten wir auch eine Art vorgelagertes Moor oder breite Schilfstreifen entdecken.

Hin und wieder dann auch mal ein schmaler Pfad durchs Schilf und am Ende dann ein Steg, der weit ins Wasser reicht. Einen dieser in Privatbesitz befindlichen Holzbauten eroberten wir dann aber doch und der Blick auf diesen riesigen wunderbar blauen See war auch wirklich eine Augenweide.

Zäune

Nach einer Weile entdeckte wir dann am Wegesrand Zäune. Zäune,  wohl bekannt, von alten Militäranlagen. Mein Herz schlug schneller. Einen kleinen Blick musste wir natürlich riskieren und so erkundeten wir das alte NVA Gelände ein klein wenig.

Eingangsbereich

Als in der Nähe ein Hund anschlug, verließen wir das Areal, doch ein paar Fotos habe ich natürlich auch mitgebracht. Die 1 und 2stöckigen Gebäude waren teilweise mit alten Büromaterialien und jeder Menge Papiere überseht, die Zwischendecken marode und teilweise eingefallen.

Schafbrücke und Moorlandschaft

Die Schafbrücke über das Wendisch Rietzer Fließ mit seiner Holzkonstruktion gibt den Blick frei auf die noch karge Landschaft. In ihrem stillen Wasser spiegeln sich die Wolken und umstehenden Bäume heute auf ganz besondere Weise.

Wir hatten jetzt das nördliche Ende des Großen Storkower Sees erreicht und begaben uns auf Holzstegen durch die Moore am östlichen Ufer. Überall konnten wir das Erwachen der Natur entdecken. Wir wanderten still vor uns hin, jeder mit seinen Gedanken beschäftigt.

Strandsturm

Wir legten ein ordentliches Tempo vor und beschlossen dann, am Strand des Sees eine kleine Pause zu machen. Kaum das wir uns hingesetzt hatten, war die Sonne weg und ein scharfer Wind blies uns ins Gesicht. Uns wurde schnell fröstelig und so machten wir uns schnell wieder auf den Weg.

Am Strand des Storkower Sees

Alt und neu

Als wir wieder in Storkow ankamen überquerten wir noch die historische Klappbrücke im Ort, bestaunten die mächtige Kirche, die Überreste einer Mühle und viele andere alte Gebäude. Am und im Stadtgraben war dann noch bunte Kunst zu entdecken.

 

 

 

 

 

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