Spandau, Havelrunde mit Kormoranen und eine Ente im Brauhaus

  • Start und Ziel: Wröhmännerpark,  Berlin Spandau
  • 7,3 km eisige Havelrunde mit dem ersten Schnee und einem Besuch im Brauhaus Spandau.
  • https://mapy.cz/s/bozugasopa

7,3 km entlang der HAVEL bei eisigem Wind und trübem Himmel, mit dem ERSTEN SCHNEE des Jahres, einer Kolonie KREISCHENDER VÖGEL und einem FÜRSTLICHEN MAHL in KULTURREICHEM AMBIENTE.

Es folgt das Foto-Album mit Reels und die Story mit vielen Infos.

Erster Schnee an der Havel

Zur ersten Schneewanderung dieses Jahres zog es mich mit Freunden auf eine eisige Havelrunde. Der grau bedeckte Himmel war nicht besonders einladend, doch wenn man erst einmal unterwegs ist, hat es doch einen besonderen Reiz.

Vertieft in angeregte Gespräche erwanderten wir die 7,3 km in gut zwei Stunden und erfreuten uns an den meist einsamen Wegen. An der Havelspitze wurden wir mit lautem Gezeter empfangen.

Lautes Gezeter

Neugierig schlichen wir uns an das Treiben heran, welches augenblicklich verstummte. Auf umgestürzten Bäumen, die ein Stück in die Havel hineinreichten, hatten sich eine Kolonie Kormorane platziert.

Es sah so aus, dass sich zwischen den Inseln Großer Wall und Valentienswerder in der letzten Zeit Kormorane angesiedelt haben, denn vor 2 Wochen, als ich das letzte Mal hier war, war von ihnen noch nichts zu sehen.

Dieser unbeliebte Fischjäger hat keinen allzu guten Ruf. Schon vor mehr als 200 Jahren wurde er gejagt, weil er täglich etwa 300 Gramm Fisch zu sich nimmt und die Vegetation mit seinen stinkenden Ausscheidungen vernichtet.

Umzug der Kormorane?

Eigentlich sind die Kormorane auf der Insel Imchen ansässig. Hier lebt seit vielen Jahren eine Kolonie. Die Bäume auf der Insel ragen weiß getüncht in die Landschaft. Der Kot der Kormorane verhindert das Wachstum und lässt die Bäume absterben. Wenn die Vegetation vernichtet ist, suchen sie sich einen neuen Standort.

Der Gestank der Hinterlassenschaften stört auf der Insel nicht, doch wie sieht es an der stark bewohnten Havelspitze aus? Können die Kormorane hier bleiben?

Wir genossen die Aussicht auf die Spandauer Altstadt und die Zitadelle von der Aussichtsplattform, passierten die Bauarbeiten an den Filmstudios und wanderten weiter auf der Insel Eiswerder zum Ausgangspunkt zurück.

Glänzender Kessel

Das Brauhaus Spandau wurde 1994 eröffnet und befindet sich in einem Backsteinbau direkt an der Havel und am Wröhmänner Park gelegen. Das Gebäude gehörte zur Zitadelle Spandau. In diesem Außenwerk war die Waschanstalt der Garnison untergebracht. Noch heute zeugen der hohe Schornstein und die in die Inneneinrichtung integrierte Dampfkessel von den alten Zeiten.

Die Ente im Brauhaus

Schon auf dem Weg hatten wir uns dazu entschlossen, die Brauerei Spandau aufzusuchen, um dort, in schickem Ambiente eine halbe Ente mit Rotkohl und Klößen zu vernaschen. Kann ich nur empfehlen!

Uwe besuchte hier die sanitären Anlagen und brachte ein paar zum Schmunzeln einladende Fotos aus dem Keller mit.

Nette kleine Wanderung mit guten Freunden und einem köstlichen Mahl in stimmungsvoller Atmosphäre. Übrigens, das Personal des Brauhauses pflegt einen unkonventionellen Umgang mit seinen Gästen, sodass es oft zu schallendem Gelächter bei der Bestellung kommt. Sehr angenehm.

 

 

 

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