Unterwegs nach Polen und die Erkundung Pompejis im Osten

Tag 1, Anreise von Küstrin, Erkundung der Festung Küstrin und Sunset an der Oder

Zwei Wanderung, angefangen im GRENZGEBIET zu Polen von insgesamt 12 km mit ABENTEUERLICHEN Anreise, eingezäunten KASERNEN, weiten ODERlandschaften, einem komischen BAUM, beeindruckendem SUNSET und der Erkundung des POMPEJI des OSTENs.

Fotos und eine Geschichte mit Infos folgen:

Pompeji des Ostens und Sunset
Zwei Wanderung, angefangen im GRENZGEBIET zu Polen von insgesamt 12 km mit ABENTEUERLICHEN Anreise, eingezäunten KASERNEN, weiten ODERlandschaften, einem komischen BAUM, beeindruckendem SUNSET und der Erkundung des POMPEJI des OSTENs.
Blick auf den Vorflutkanal von der Oderinsel
Pompeji des Ostens und Sunset
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Am Samstag des Pfingstwochenendes machte sich die kleene Wandergruppe auf den Weg nach Polen. Gleichzeitig war dieses Wochenende das erste, an dem das 9 Euro Ticket gilt. Die Regio Züge waren voll, aber alle sind mitgekommen und es gab auch nur kleine Pöbeleien am Rande.

Mit 9 Euro nach Polen

In Seelow mussten wir dann umsteigen auf den Bus, da auf der Strecke gebaut wurde. Der Busfahrer fuhr mit einem Affenzahn durch die ländliche Gegend, kein Fenster war zu öffnen, und so waren wir am Zielpunkt total durchgeschwitzt und durchgerüttelt.

Immer am Rand lang

Blick auf Lost Place Kaserne, Detlefsenstraße

Ab Küstrin-Kietz begann unsere erste Wanderung, immer an der Straße entlang, vorbei an alten Kasernenanlagen überquerten wir die Oder Arme und passierten die Grenzanlagen aus sowjetischen Zeiten.

Hotel Bastion

Gleich hinter der Grenze lag das Hotel Bastion. Wir bezogen unsere Zimmer, die klein aber sauber und ordentlich waren. Schnell wurde alles inspiziert, der Rucksack umgepackt und sofort auf den Weg zur Festung Küstrin, die sich gleich hinter dem Parkplatz des Hotels anschloss.

Festung 

Plan der Festung Kostrzyn

Eine Festung ist eine eigenständige stark befestigte Wehranlage aus starkem Mauerwerk bestehend. Sie dient zum Schutz einer Stadt oder einer wichtigen Verbindung und steht oft in Grenznähe und an wichtigen Verbindungsflüssen. Oft wurden diese Festungen auch als Gefangenenlager genutzt, oder zum Schutz von staatlichen Geld- und Goldreserven benötigt.

Festung Küstrin

Erbaut in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhundert schützte diese Festung bis zum Ende des ersten Weltkrieges diese Stadt und ihre wichtige Oderverbindung. Gleich danach begann der teilweise Abriss. Doch 1945 waren die Kampfhandlungen an dieser Gegend so stark, das die gesamte Altstadt und die Festung fast vollständig zerstört wurden. Bis 1989 wurden noch Sprengungen vorgenommen, da das Material an anderer Stelle benötigt wurde. Danach erfolgte die Zeit der Restaurierungen, doch nicht alle Gebäude hatten dieses Glück, so verfielen sie langsam weiter und beglücken heute die Menschen , die sie betrachten.

Hier kann man Geschichte erleben, sich auf die Stufen setzen und sich vorstellen, wie reges mittelalterliches Treiben um einen herum stattfindet. Dabei zwitscherten die Vögel und surrten die Insekten, die ich teilweise nur noch aus der Kindheit kenne. 

Pompeji des Ostens

Erlebbare Geschichte

Auf Kopfsteinpflaster wandelten wir durch die Straßen des Pompeji des Ostens, entlang von Stufen, die ins Nichts führten. Hier und da entdeckten wir Fliesen aus alten Zeiten oder ein paar eingestürzte Mauerreste.

An einer Stelle war der Zugang in ein Kellergewölbe möglich, natürlich musste ich da reinkriechen, belohnt wurde ich mit ungewöhnlichen Perspektiven. Ein Schrei der Entzückung entfleuchte meinen Lippen und ich strahlte wie ein Honigkuchenpferd.

Bastion Filip

Model der kompletten Festung

In der Bastion Filip ist ein Museum mit einer tollen Ausstellung untergebracht, sehr sehenswert. Eisige Kälte empfing uns beim Eintritt in die Gewölbe und unser Schritt wurde immer schneller. Besonders beeindruckend das riesige Model der Festung.

Deftiges

Zurück im Hotel Bastion ließen wir uns mit der deftigen polnischen Küche verwöhnen, tranken Bier und platzten danach fast. Doch wir rafften uns ein zweites Mal auf, denn wir wollten den Sonnenuntergang an der Warte genießen.

Sunset an der Oder

Am Abend erkundeten wir das Gelände zwischen Oder und Warte, genossen ein Bier an der Warte, schauten den Anglern zu und beobachteten die sich langsam senkende Sonne. Überall um uns herum zwitscherte es und unsere Mitwanderin Kerstin wurde nicht müde alle unsere Fragen nach den wunderschönen Vögeln zu beantworten.

Der merkwürdige Baum

Komischer Baum

Wir wanderten durch hohes Gras auf trockenem Boden. Nur wenige Bäume säumten unseren Weg, aber einer hat uns besonders fasziniert. Dieser Baum hatte 2 Stämme die verbunden waren,  und einer davon hing in der Luft. Darunter befanden sich die Überreste eines vertrockneten Stammes. Keine Ahnung wie das geht.

Auf dem Rückweg fiel uns noch die große Brücke auf, die völlig mit Holz verkleidet war. Freundlich grüßten uns ein paar Bauarbeiter als wir durch die Baustelle stapften.

Todmüde fielen wir ins Bett, doch nur ich habe geschlafen wie ein Stein. Die anderen waren unfreiwillige Zuhörer einer Hochzeit, die im Hause stattfand.

 

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