München, Bad Berka, die Sophienheilstätten und die Ruine im Wald

  • An- und Abfahrt mit dem Regio, 9 Euro Ticket von Weimar Hbf.
  • Abreise von Weimar mit dem RB 20 nach Leipzig Hbf., dann mit dem RE 13  bis Roßlau und dann der RE7 bis Berlin Hbf., ca. 4 Stunden Fahrzeit
  • 11 km Bergwanderung zu den verlassenen Sophienheilstätten bei München, Bad Berka und die Schlossruine bei Hetschburg.
  • https://www.komoot.de/tour/804697442?ref=wtd

11 km BERG- und TALwanderung bei MÜNCHEN mit dem Besuch einer BERGKLINIK der Superlative,  einer RITTERherberge mit tierischen und künstlichen Überraschungen, von KAMERAS, die einen auf Schritt und Tritt beobachten, von der Suche nach den RUINEN des Schlosses, von schweißtreibenden TREPPEN in ursprünglicher NATUR, einem zittrigen CAT WALK in schwindelnder Höhe und MÄRCHENHAFTEN Geschichten auf dem 3 Türme Weg.

Diesmal gibt es wieder ein tolles Video von Ralph, Fotos und eine Geschichte dazu von mir, gleich im Anschluss!

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Sophienheilstätten und Schlossruine
Ankunft in München .......... Bad Berka
Sopienheilstätten und Schlossruine
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München

Nach einem ausgiebigen Frühstück checkten wir aus dem Hotel aus und fuhren mit dem Bus zum Weimarer Hauptbahnhof. Dort lagerten wir die Rucksäcke im Schließfach und begaben uns mit dem Zug und leichtem Gepäck nach München. Dieses kleine Dörfchen hat mit dem bayrischen München  aber keinerlei Gemeinsamkeiten. 😉

Der Ortsteil München fand schon 1115 Erwähnung. Es war eine Mönchszelle und gehörte zum Peterskloster in Erfurt.  Das sanierte Rittergut, das wir besuchten, wirkte von außen recht unscheinbar  doch im Hof gab es dann so einige Überraschungen.

Ungewöhnliches Freizeitangebot

Ein Dino auf dem Rittergut

Besonders gefallen hat uns der großzügig angelegten Spielplatz mit Streicheltieren und Fantasy Figuren zum Anfassen und bestaunen. Hier ist Platz für Feierlichkeiten, es gibt einen kleinen Laden und sehr freundliches Personal.

Auf dem Weg zu der alten Klinik im Wald waren so einige Höhenmeter zu bewältigen, bei fast 30 Grad keine Spaßveranstaltung, oder doch. 😂

Heilstätten der Superlative

Die Heilstätten wurden 1898 oberhalb von München, jetzt ein Ortsteil Bad Berkas, im Wald errichtet. Schon ein Jahr später errichtete man einen zweiten Flügel und eine Aufstockung um zwei Etagen folgte bald. Zu dieser Zeit gab es viele Tuberkulosekranke und diese Klinik wurde immer mehr auch Forschungsstätte und ein Ort für operative Eingriffe.

Sophienheilstätten Frontansicht linke Seite

1934 übernahm Adolf Tegtmeier die Organisation in den Heilstätten. Drei kleine Schlösser in der Umgebung wurden mit angeschlossen, da sich die Tuberkulose Fälle immer mehr häuften, und die Gesundung ein langwieriger Prozess war.

Ab 1951 übernahm die neue “Zentralklinik für Lungenkrankheiten und Tuberkulose” die Anlage auf der Harth. Die Nutzung der  Sophienheilstätten verringerte sich nach Kriegsende Zusehens und so wurde nach der Wende der Betrieb gänzlich eingestellt. Seit 1995 modert dieses wunderschöne Haus vor sich hin und ist immer noch ein Anziehungspunkt für Foto- und Wanderbegeisterte mit Hang zum Morbiden.

Auf dem Weg zur Bushaltestelle

Wir fanden das Gelände frei zugänglich vor, kein Zaun hinderte uns. An der Klinik trafen wir Einheimische, die uns von nächtlichen Umtrieben auf diesem Gelände berichteten und das es oft zu Polizei- und Feuerwehreinsätzen kommt. Wir entdeckten viele kleine Kameras, die an den Außenfassaden angebracht waren und krasse Warnungen and den Fassaden. Ein bisschen beobachtet fühlten wir uns schon.

Exklusiver Badespaß

Das Schwimmbad unter dem Balkon

Unter der Terrasse der Klinik konnten wir einen Blick in das ehemalige Schwimmbad werfen, das schon sehr zerstört war. Es muss ein toller Blick auf den Eingangsbereich, den Berg herunter,  gewesen sein, als alles noch gepflegt wurde.

Eiskalt

Bei dem Genuss eines eiskalten Wanderbieres in Bad Berka entschlossen wir uns die Überreste eines Schlosses zu suchen, die eingebettet in einem herrlichen Wald auf einem Berg lagen. Schweißtreibende Treppen raubten uns den Atem und zwickten in den Waden, aber oben angekommen war es schnell wieder vergessen.

Denn einen Berg zu erzwingen, auch wenn es nur ein kleiner ist, macht etwas mit einem. Es verändert die Sicht auf sich Selbst.

Wüste Zustände

Das alte Schloss Bad Berka wurde um 1280 erbaut und war im Besitz von Grafen aus dieser Gegend. Schon gegen 1600 begann ihr Verfall. In den Aufzeichnungen für dieses Schloss ist die Rede von wüsten Zuständen, die schon zur damaligen Zeit vorgeherrscht haben sollen.

Nachhaltig

Beim Bau des Zeughauses in Bad Berka, um 1730 herum, wurden in den Fundamenten noch Steine aus der Burgruine verwendet, denn damals war es üblich, alte Gebäude abzutragen und wiederzuverwenden. Auch die Mühle bei Hetschburg wurde zum Teil aus den abtransportierten Steinen errichtet.

Von der hochherrschaftliche Burg, deren riesige Ausmaße sich nur noch erahnen lassen, ist heute nur noch eine Mauer und eine Quelle zu entdecken, die aber zu dieser Jahreszeit völlig zugewachsen ist.

Cat Walk

Eine große Außen Mauer des Schlosses ragt an einem steilen Abhang in die Landschaft, der Blick über diese verschafft mir weiche Knie. Trotzdem wagte ich einen zitterigen kleinen Cat Walk.

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3 Türme

Im frühen 20. Jahrhundert wurden Wanderwege für die Kurgäste angelegt, die zum großen Teil noch erhalten und ausgebaut wurden. Zu erwähnen ist hier der 3 Türme Weg, dem wir ebenfalls ein Stück folgten.

Leicht verwitterte, aber noch lesbare Schilder waren entlang des Weges aufgestellt, auf ihnen kleine Rittergeschichten. Beim Lesen dieser wird die Fantasie anregt und man fühlt sich in die Zeit hineinversetzt.

Malerblick

Herrliche Aussichten

Als wir aus dem Wald heraustraten verschlug uns der Blick auf das im Tal liegende Dörfchen und seine Landschaft den Atem. Bei strahlend blauem Himmel genossen wir den Ausblick und stiegen dann den Berg hinab ins Tal.

Geschichte auf Hetschburgs Wegen

Die Anwohner hatten Infotafeln an vielen alten Häusern aufgestellt, die den Leser über die Geschichte des Gebäudes, auch mit alten Fotos, informierten. Leider waren diese schon ein wenig verwittert, fanden wir aber als Idee richtig super.

In Hetschburg kehrten wir im Gasthof “Zum Lindenbaum” ein und speisten dort erstklassige selbst gemachte Pommes im großzügigen Vorgarten.

InterRail

Die Rückfahrt in knackig vollen Zügen, erinnerte uns an die 1990 Jahre, als viele junge Leute gern mit dem Rucksack unterwegs waren, für kleines Geld, in ganz Europa. Es nannte sich InterRail und eine ganze Generation zog los die Welt zu entdecken.

Hier die Abenteuer des ersten Tages:

Weimar, Kunst und Kultur Wanderung mit spektakulären Sichtachsen im Ilmpark

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